Senioren Union 21.04.2022
Besuch in Wörlitz

Eine Fahrt in das Gartenreich Dessau-Wörlitz
am 21.04.2022

Von Zeit zu Zeit aus Tradition
gehört bei uns zum guten Ton,
dass wir einen Ausflug machen,
wir hatten große Lust dazu,
die Senior'n der CDU!

Die Entfernung war nicht groß,
fröhlich fuhren wir drum los.

Dank unsrem netten Führer,
der uns ging voran,
erklärt uns alles von heut' und früher
und das ganze wie und wann
von dem Wörlitz-Gartenreich,
die Wegführung, den Schwanenteich,
die Sichtachsen, die sechzig Stück
bieten dar sich unserm Blick
mit immer neuer Perspektive,
als ob man schon den Frühling riefe.

Die Wege krumm, die Aussicht grade,
nur, dass die Sonn' nicht schien, war schade.

Was zu bemerken war noch dies,
dass früher hier die Elbe fließt,
jetzt der Schwäne Paradies.

Hier machte Goethe einst Gedichte,
sechs Mal er hier verweilen wollt'.

Ein kurzer Blick in die Geschichte
führt uns zum Fürsten Leopold.
Friedrich Franz – so war sein Name -,
wünscht sich ein Schloss, wie seine Dame.

Der Klassizismus, hoch in Mode,
lenkt seines Baumeisters Geschick:
Das Schloss mit der besondren Note
lenkt auf England unsern Blick.

Dort hatte Erdmannsdorff studiert
und gleich sein Können ausprobiert
am schönen Schloss, das ist doch klar,
der Fürst davon begeistert war.

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Auch wir können es nicht verhehlen,
als wir durchschreiten das Portal,
hier kann es an Kultur nicht fehlen,
jedes Zimmer, jeder Saal
ist geschmückt von edler Kunst.
Vorbild war Italiens Gunst,
wovon der Fürst sehr viel entlehnte
und alle Räume sehr verschönte.

Endlich – nach dem Kunstgenuss -,
setzten wir dann unsern Fuss
in einen unterirdschen Gang,
der war – so schien mir – ziemlich lang.

Am End', das wolln wir nicht vergessen
kehrten wir im Gasthaus ein.
Wollten dort ein gutes Essen
und miteinander fröhlich sein.

Was lernen wir von dieser Tour?
Gepflegt werden muss die Kultur!

Unter der UNESCO-Schätzen
steht Wörlitz mit auf besten Plätzen.

Ich muss noch unbedingt erwähnen,
dass des Fürsten Edelmut,
durch seinen Park, den wunderschönen,
dem Volk vermehrt das Bildungsgut.
„Eintritt frei!“ war die Devise
auf dass es jeder recht genieße.

Auch uns berührte diese Reise
in eine längst vergangne Zeit.
Man wird auch klug auf diese Weise!
Die nächste Fahrt? Sie ist nicht weit!

 

                                                                     Köthen, den 23.04.2022

 

Ganz herzlichen Dank an Reinhard Schmidt für das Gedicht

und Hans Martin Riemen für die Durchführung